Tikal – Die versunkene Maya-Stadt im Dschungel Guatemalas
- Nicole Ortega G.

- 19. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Tikal ist eine der beeindruckendsten Maya-Städte Mittelamerikas – und fühlt sich trotzdem an, als hätte der Dschungel sie fast wieder verschluckt. Zwischen hohen Ceiba-Bäumen, Brüllaffen und tropischen Vögeln ragen die Tempelpyramiden wie steinerne Inseln aus dem grünen Meer.

Wo liegt Tikal?
Tikal liegt im Norden Guatemalas, im Departamento Petén, mitten im Regenwald. Die Ruinen sind Teil des Tikal Nationalparks und gehören zum Schutzgebiet der Maya Biosphere Reserve, einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete Mittelamerikas.
Von Flores bzw. der Inselstadt Flores/Santa Elena sind es etwa 1,5–2 Stunden Fahrt, meist mit Shuttle oder organisiertem Transport.
Warum ist Tikal so besonders?
Große Macht der Maya: Tikal war zwischen ca. 200 v. Chr. und 900 n. Chr. eine der wichtigsten Städte der klassischen Maya-Epoche. In der Blütezeit lebten schätzungsweise zehntausende Menschen hier, manche Forschungen sprechen von bis zu 100.000.
Tempel über dem Dschungel: Mehrere Tempel sind über 60 Meter hoch. Vom Aussichtstempel (Tempel IV) blickst du über Baumkronen, aus denen nur die Spitzen anderer Tempel aufragen – einer der ikonischsten Blicke auf die Maya-Welt.
Nur ein Bruchteil ausgegraben: Man schätzt, dass bisher nur rund 10–20 % der Strukturen freigelegt sind. Viele „Hügel“ im Wald sind in Wahrheit weitere Pyramiden und Gebäude, die noch im Erdreich stecken.
UNESCO-Welterbe: Tikal ist sowohl Kultur- als auch Naturwelterbe – die Kombination aus Ruinenstadt und Regenwald ist einzigartig.

Was erlebt man in Tikal?
Ein Besuch in Tikal ist nicht nur „Steine anschauen“. Es ist eher wie ein Spaziergang durch eine vergessene Stadt:
Du läufst über moosige Wege, während oben Brüllaffen schreien und Tukane durch die Bäume fliegen.
Du stehst plötzlich auf der Großen Plaza, umgeben von Tempeln und Palastanlagen, und merkst, dass hier einmal ein urbanes Zentrum auf dem Niveau einer Großstadt existierte – nur eben im Dschungel und ohne moderne Technik.
Früh morgens oder zum Sonnenuntergang liegt Nebel über den Baumwipfeln, und die Silhouetten der Tempel wirken fast unwirklich.
Tipps
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Beste Ausgangsbasis: Flores oder eine Lodge nahe des Parks.
Ideale Besuchszeit: Frühmorgens (Sonnenaufgangstour) oder am späten Nachmittag – weniger Hitze, besondere Stimmung.
Zeit vor Ort: Mindestens einen halben Tag, besser einen ganzen Tag; wer fotografieren oder in Ruhe entdecken will, kann locker länger bleiben.



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