Zentralamerika kulinarisch: Eine Reise durch sieben Küchen
- Nicole Ortega G.

- 30. Nov. 2025
- 10 Min. Lesezeit
Von Pupusas bis Ceviche, von Gallo Pinto bis Tamales – was auf Zentralamerikas Tellern landet und warum jedes Land anders schmeckt
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Der Duft von geröstetem Mais zieht durch die Gasse. Eine Frau knetet Masa – Maisteig –, formt kleine Kugeln, drückt sie flach, füllt sie mit Käse und Loroco-Blüten, verschließt sie und legt sie auf die heiße Plancha. Binnen Minuten entsteht eine perfekte **Pupusa**, Goldbraun, dampfend, serviert mit scharfem Curtido und Tomatensoße. Wir sind in El Salvador, und hier beginnt jede kulinarische Reise durch Zentralamerika: mit Mais. Mais ist das Fundament, die Konstante, das uralte Erbe der Maya und Pipil. Doch was daraus wird – ob Pupusa, Tamal, Tortilla, Atol oder Chicha – unterscheidet sich von Land zu Land, von Region zu Region, manchmal von Dorf zu Dorf. Zentralamerika ist klein, aber kulinarisch erstaunlich vielfältig. Jedes der sieben Länder hat seine Signature-Gerichte, seine Märkte, seine Streetfood-Ikonen. Wer durch die Region reist und isst, erlebt Geschichte, Geografie und Identität auf dem Teller. Dieser Artikel führt durch die Küchen Guatemalas, Belize, El Salvadors, Honduras’, Nicaraguas, Costa Ricas und Panamas – mit konkreten Gerichten, Märkten, Restaurants und Tipps, wie man sicher und genussvoll isst.
Guatemala: Mais, Kakao und die Küche der Maya
**Kulinarische Identität:** Indigene Maya-Traditionen treffen auf koloniales Erbe, regional sehr unterschiedlich
**Signature-Gerichte:** Pepián, Kak’ik, Tamales, Rellenitos
Guatemalas Küche ist tief in der **Maya-Kultur** verwurzelt. Mais, Bohnen, Chili und Kürbis sind die Basis, ergänzt durch Kakao, Avocado und Tomaten. Die spanische Kolonialzeit brachte Schweinefleisch, Huhn, Gewürze und neue Zubereitungsmethoden.
**Pepián** gilt als Nationalgericht – ein dicker Eintopf aus Huhn oder Rind, gewürzt mit gerösteten Sesamsamen, Kürbiskernen, Tomaten und einer Vielzahl von Chilis. Serviert wird er mit Reis und Tortillas. Pepián ist komplex, tiefgründig, nicht sofort zugänglich – aber wer sich darauf einlässt, wird belohnt. Die besten Pepián gibt es in **Antigua** (Restaurant **Hector’s**) und in den Comedores rund um den **Mercado Central** in Guatemala-Stadt.
**Kak’ik** ist ein weiteres Highlight, besonders im Hochland (Cobán, Alta Verapaz). Eine scharfe Truthahnsuppe, gewürzt mit Koriander, Chili und Achiote (Annatto), serviert mit Tamales. Die rote Farbe und der intensive Geschmack machen Kak’ik unverwechselbar.
**Tamales** sind in ganz Zentralamerika verbreitet, doch Guatemala hat die größte Vielfalt. **Tamales colorados** (rot, scharf), **tamales negros** (süß, mit Schokolade und Rosinen), **chuchitos** (klein, einfach, in Maisblättern). Samstags und sonntags verkaufen Frauen hausgemachte Tamales auf Märkten und an Straßenecken – warm, frisch, günstig (1–2 Quetzales, ca. 15 Cent).

**Rellenitos** sind ein beliebtes Dessert: Kochbananen, zerdrückt, gefüllt mit schwarzen Bohnen und braunem Zucker, frittiert. Klingt gewöhnungsbedürftig, schmeckt herrlich.
**Wo essen:**
- **Mercado de Chichicastenango:** Donnerstags und sonntags, authentisches Hochland-Essen, Kak’ik, gegrilltes Fleisch, frische Tortillas.
- **Antigua:** Viele Restaurants bieten gehobene Versionen traditioneller Gerichte. **Café Condesa** für Pepián, **Hector’s Bistro** für kreative guatemaltekische Küche.
- **Lago Atitlán:** Fischgerichte aus dem See (vor allem **Mojarra**, ein Buntbarsch), serviert in den Dörfern am Seeufer.
**Kakao und Schokolade:** Guatemala produziert exzellenten Kakao. In Antigua bieten mehrere Chocolaterías Workshops an (**ChocoMuseo**, **Chocolate Artisan**), in denen man lernt, wie Kakaobohnen geröstet, gemahlen und zu Schokolade verarbeitet werden.
Belize: Karibik trifft Mittelamerika – Reis, Bohnen und Hudut
**Kulinarische Identität:** Karibisch-kreolisch, Maya-Einflüsse, Garífuna-Küche an der Küste
**Signature-Gerichte:** Rice and Beans, Hudut, Fry Jacks, Stew Chicken
Belize ist das einzige englischsprachige Land Zentralamerikas, und die Küche spiegelt diese Sonderstellung wider. Weniger spanisch-kolonial, mehr karibisch, mit starken Einflüssen aus Jamaika, der Garífuna-Kultur und den Maya.
**Rice and Beans** ist das Nationalgericht – nicht zu verwechseln mit Nicaraguas Gallo Pinto. Hier werden Reis und rote Bohnen gemeinsam in Kokosmilch gekocht, oft mit Stew Chicken (Hühnereintopf in Tomatensauce) oder Stew Beef serviert. Dazu Kartoffelsalat und frittierte Kochbananen. Einfach, sättigend, überall erhältlich.
**Hudut** ist die kulinarische Ikone der **Garífuna**, der afro-karibischen Bevölkerung. Ein Fischeintopf in dicker Kokosmilch-Brühe, serviert mit püriertem Kochbananen-Brei (**Fufu**). Traditionell wird Hudut mit den Händen gegessen – der Fufu wird in die Suppe getunkt. Das beste Hudut gibt es in **Dangriga** und **Hopkins** (z. B. **Innie’s Restaurant**).
**Fry Jacks** sind belizische Frühstücksikonen: frittierte Teigfladen, außen knusprig, innen luftig, serviert mit Bohnen, Eiern, Käse oder Marmelade. An Straßenständen und in lokalen Cafés allgegenwärtig.
**Ceviche** – obwohl in ganz Zentralamerika verbreitet – ist in Belize besonders gut. Frischer Fisch oder Conch (Meeresschnecke), mariniert in Limettensaft, Zwiebeln, Tomaten, Koriander, Habanero-Chili. Die beste Ceviche gibt es in **Caye Caulker** und **Placencia**.
**Wo essen:**
- **Caye Caulker:** Straßenstände an der Hauptstraße, Hummer (günstig während der Saison Juni–Februar), Ceviche, gegrillter Fisch.
- **San Ignacio:** **Pop’s Restaurant** für Stew Chicken und Rice and Beans, **Ko-Ox Han nah** für Maya-inspirierte Küche.
- **Hopkins:** Garífuna-Restaurants entlang der Hauptstraße, Hudut, Cassava-Brot, Sere (Fisch in Kokosmilch).
**Rum:** Belize produziert hervorragenden Rum. **Traveller’s Liquors One Barrel Rum** ist international prämiert. Brennereibesuche sind in Belize City möglich.
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El Salvador: Pupusas, Pupusas, Pupusas
**Kulinarische Identität:** Mais-dominant, einfach, authentisch, Street Food-Kultur
**Signature-Gerichte:** Pupusas, Yuca Frita, Sopa de Pata, Mariscada
El Salvador ist das Land der **Pupusa**. Keine andere Speise ist so identitätsstiftend. Pupusas sind Maistortillas, gefüllt mit Käse, Bohnen, Schweinefleisch (**chicharrón**), Loroco (essbare Blüte) oder einer Kombination davon. Sie werden auf einer **Plancha** (Grill) gebraten, bis sie goldbraun sind, und mit **Curtido** (fermentiertes Gemüse, ähnlich Sauerkraut) und scharfer Tomatensoße serviert.
Pupusas sind günstig (0,30–0,50 USD pro Stück), allgegenwärtig und variabel. Die besten findet man nicht in Restaurants, sondern an **Pupuserías** – kleine Stände, oft von Frauen geführt, die seit Jahrzehnten dieselben Rezepte nutzen. In **San Salvador** ist die **Pupusería La Ceiba** legendär. Auf der **Ruta de las Flores** verkaufen Straßenstände in Juayúa, Ataco und Nahuizalco exzellente Pupusas.
**Yuca Frita** – frittierte Maniokwurzeln, außen knusprig, innen weich, serviert mit **Chicharrón** (frittiertes Schweinefleisch) und Curtido – ist ein weiteres Street Food-Highlight.
**Sopa de Pata** ist nichts für Zartbesaitete: eine dicke Suppe aus Kuhfüßen, Mais, Yuca, Kochbananen und Gewürzen. Klingt gewöhnungsbedürftig, ist aber ein Klassiker der salvadorianischen Hausmannskost.
**Mariscada** – eine Meeresfrüchte-Suppe mit Garnelen, Muscheln, Tintenfisch, Fisch, Kokosmilch und Gemüse – findet man an der Pazifikküste, besonders in **La Libertad** und **El Tunco**.
**Wo essen:**
- **San Salvador:** **Feria Gastronómica** in Juayúa (Wochenende), **Mercado Central** für authentisches Street Food.
- **Ruta de las Flores:** Pupuserías in jedem Dorf, **Tayua** in Ataco für gehobene salvadorianische Küche.
- **Pazifikküste:** Strandbars in El Tunco, frischer Fisch, Ceviche, Mariscada.
**Kaffee:** El Salvador produziert exzellenten Kaffee. Fincas entlang der Ruta de las Flores bieten Touren und Verkostungen an (**Finca Santa Leticia**, **Finca Los Andes**).
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Honduras: Baleadas, Sopa de Caracol und karibische Küste
**Kulinarische Identität:** Regional sehr unterschiedlich – karibisch an der Küste, Mais-basiert im Inland
**Signature-Gerichte:** Baleadas, Sopa de Caracol, Carne Asada, Tajadas

Honduras’ Küche ist zweigeteilt. Im Inland dominiert Mais, Bohnen und gegrilltes Fleisch. An der Karibikküste (Garífuna-Einfluss) kommen Kokosmilch, Fisch und kreolische Gewürze dazu.
**Baleadas** sind das honduranische Pendant zu Pupusas: Weizentortillas, gefüllt mit Bohnen, Käse, Sauerrahm, manchmal Eiern, Avocado oder Fleisch. Einfach, günstig (0,50–1 USD), sättigend. Die besten Baleadas gibt es in **San Pedro Sula** und **Tegucigalpa** an Straßenständen.
**Sopa de Caracol** – Meeresschnecken-Suppe in Kokosmilch, mit Yuca, Kochbananen, Koriander – ist ein karibischer Klassiker, besonders an der Nordküste (**La Ceiba**, **Tela**, **Roatán**). Die Suppe ist reichhaltig, würzig, und die Schnecken haben eine feste, leicht gummiartige Textur.
**Carne Asada** – gegrilltes Rindfleisch, mariniert in Limette, Knoblauch und Gewürzen, serviert mit Bohnen, Reis, Tortillas und **Chimol** (frische Tomatensalsa) – ist ein Sonntagsessen-Klassiker.
**Tajadas** – frittierte grüne Kochbananen, dünn geschnitten, serviert mit Hackfleisch, Kohl, Käse und Soße – sind Street Food-Gold.
**Wo essen:**
- **Roatán:** Fischrestaurants in West End, Hummer, Ceviche, Sopa de Caracol.
- **Copán Ruinas:** **Twisted Tanya’s** für kreative honduranische Küche, lokale Comedores für Baleadas.
- **Tegucigalpa:** **Mercado San Isidro** für authentisches Street Food.
**Garífuna-Küche:** An der Nordküste (besonders in **Sambo Creek** und **Triunfo de la Cruz**) gibt es Garífuna-Restaurants, die Cassava-Brot, **Machuca** (Fischsuppe) und **Tapado** (Meeresfrüchte-Kokosnuss-Eintopf) servieren.
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Nicaragua: Gallo Pinto, Nacatamales und Vigorón
**Kulinarische Identität:** Einfach, bodenständig, Reis-und-Bohnen-dominant
**Signature-Gerichte:** Gallo Pinto, Nacatamales, Vigorón, Quesillo, Indio Viejo
**Gallo Pinto** – „gefleckter Hahn” – ist Nicaraguas Frühstücksikone. Reis und rote Bohnen, gemeinsam gebraten, gewürzt mit Zwiebeln, Knoblauch, Paprika. Serviert mit Eiern, Sauerrahm, Tortillas und manchmal Kochbananen. Jeden Morgen, in jedem Comedor, in jedem Haushalt. Die nicaraguanische Version unterscheidet sich von Costa Ricas: Nicaragua verwendet rote Bohnen, Costa Rica schwarze.
**Nacatamales** sind größer und komplexer als guatemaltekische Tamales: Maisteig gefüllt mit Schweinefleisch, Reis, Kartoffeln, Minze, Tomaten, Oliven, eingewickelt in Bananenblätter, stundenlang gedämpft. Traditionell am Wochenende, verkauft von Straßenständen und Hausfrauen.
**Vigorón** ist ein Granada-Klassiker: Yuca, Chicharrón (frittierte Schweinehaut) und Kohl-Salat, serviert auf einem Bananenblatt. Simpel, aber unwiderstehlich. Der beste Vigorón wird auf dem **Mercado de Granada** verkauft.
**Quesillo** – nicht zu verwechseln mit mexikanischem Quesadilla – ist ein Street Food aus **La Paz Centro**: Weiche Tortilla, gefüllt mit Frischkäse, Zwiebeln, eingelegten Zwiebeln und Sauerrahm, eingewickelt in einem Plastikbeutel. Verkäuferinnen bieten es an Bushaltestellen an – günstig, lecker, authentisch.
**Indio Viejo** ist ein traditioneller Eintopf aus zerkleinertem Maistortilla, Fleisch (Huhn oder Rind), Tomaten, Paprika, Minze und Gewürzen. Der Name – „alter Inder” – ist historisch belastet, das Gericht selbst jedoch ein Klassiker der nicaraguanischen Hausmannskost.
**Wo essen:**
- **Granada:** **El Garaje** für kreative nicaraguanische Küche, **Mercado de Granada** für Vigorón und Street Food.
- **León:** **Restaurante El Sesteo** für Nacatamales und traditionelle Gerichte, **Mercado Central** für Quesillo.
- **Ometepe:** Fischgerichte aus dem Nicaragua-See, **Café Campestre** für organische, regionale Küche.
**Rum:** **Flor de Caña** ist Nicaraguas Premium-Rum, international prämiert. Brennereibesuche in **Chichigalpa** (bei León) möglich.
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Costa Rica: Casado, Gallo Pinto und Soda-Kultur
**Kulinarische Identität:** Einfach, gesund, frisch – weniger gewürzt als andere zentralamerikanische Küchen
**Signature-Gerichte:** Casado, Gallo Pinto, Ceviche, Arroz con Pollo
Costa Ricas Küche ist nicht so spektakulär wie Mexikos oder Perus, aber ehrlich, frisch und sättigend. Die Grundlage: Reis, schwarze Bohnen, Kochbananen, frisches Gemüse.
**Casado** – „der Verheiratete” – ist das Mittagsmenü schlechthin: Reis, schwarze Bohnen, Kochbananen, Salat, eine Proteinquelle (Huhn, Fisch, Rind oder vegetarisch) und manchmal eine Tortilla. Serviert in **Sodas** – einfachen lokalen Restaurants – für 3–5 USD. Casados sind überall, preiswert und variabel.
**Gallo Pinto** ist wie in Nicaragua das Frühstücksgericht, aber mit schwarzen statt roten Bohnen. Wird mit Eiern, Natilla (Sauerrahm) und Tortillas serviert.
**Ceviche** ist an der Pazifikküste (besonders in **Jacó**, **Manuel Antonio**, **Tamarindo**) hervorragend. Frischer Fisch oder Garnelen, mariniert in Limette, mit Zwiebeln, Koriander und Chili.
**Arroz con Pollo** – Reis mit Huhn, Gemüse und Gewürzen – ist ein Sonntagsklassiker.
**Olla de Carne** – ein Rindfleischeintopf mit Yuca, Kartoffeln, Kochbananen, Mais – ist Comfort Food in Reinform.
**Wo essen:**
- **San José:** **Soda Tapia** für authentischen Casado, **Mercado Central** für günstiges Street Food.
- **Monteverde:** **Tree House Restaurant** für gehobene costarican Küche mit Blick auf den Nebelwald.
- **Pazifikküste:** Strandbars in Tamarindo, Manuel Antonio für Ceviche, gegrillten Fisch.
**Kaffee:** Costa Rica ist weltberühmt für Kaffee. Fincas im **Central Valley** (z. B. **Doka Estate**, **Café Britt**) bieten Touren und Verkostungen.
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## Panama: Sancocho, Ceviche und die kosmopolitischste Küche
**Kulinarische Identität:** Spanisch-kolonial, afro-karibisch, indigene Einflüsse, international (besonders in Panama-Stadt)
**Signature-Gerichte:** Sancocho, Ceviche, Ropa Vieja, Hojaldras, Carimañolas
Panamas Küche ist die vielfältigste Zentralamerikas – beeinflusst von spanischen, afro-karibischen, indigenen und (in Panama-Stadt) internationalen Traditionen.
**Sancocho** ist das Nationalgericht: eine Hühnersuppe mit Yuca, Kochbananen, Mais, Koriander, Ñame (eine Art Yamswurzel). Klingt einfach, schmeckt komplex. Wird oft als Katerfrühstück oder Sonntagsessen serviert.
**Ceviche** ist in Panama eine Kunst. Die panamaische Version verwendet oft **Corvina** (Seebarsch), mariniert in Limettensaft, mit Zwiebeln, Koriander, Chili, und manchmal Ketchup (ja, wirklich). Serviert mit Crackern.
**Ropa Vieja** – „alte Kleider” – ist ein Rindfleischeintopf, bei dem das Fleisch so lange geschmort wird, bis es in Fasern zerfällt. Mit Tomaten, Paprika, Zwiebeln, serviert mit Reis.
**Hojaldras** sind frittierte Teigfladen, ähnlich belizischen Fry Jacks, serviert zum Frühstück mit Käse, Fleisch oder Marmelade.
**Carimañolas** sind frittierte Yuca-Taschen, gefüllt mit Hackfleisch, Käse oder Huhn. Street Food-Gold.
**Wo essen:**
- **Panama-Stadt:** **Mercado de Mariscos** für frischesten Ceviche, **Casco Viejo** für gehobene panamaische Küche (**Donde José**, **Maito**).
- **Bocas del Toro:** Karibische Küche, Kokosmilch-Currys, Hummer, **Rondón** (Meeresfrüchte-Kokosnuss-Eintopf).
- **Chitré (Azuero-Halbinsel):** Traditionelle Landküche, Sancocho, gegrilltes Fleisch.
**Geisha-Kaffee:** Panama produziert den teuersten Kaffee der Welt – **Geisha**, angebaut in Boquete. Finca-Touren und Verkostungen möglich (z. B. **Finca Lerida**).
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Märkte: Wo Zentralamerikas Küche lebt
Märkte sind das Herz der zentralamerikanischen Küche. Hier kaufen Einheimische ein, hier entstehen die besten Straßengerichte, hier schmeckt und riecht man die Region.
**Top-Märkte:**
- **Mercado de Chichicastenango, Guatemala:** Donnerstags und sonntags, riesig, chaotisch, mit exzellentem Hochland-Essen.
- **Mercado Central, San Salvador:** Authentisches salvadorianisches Street Food, Pupusas, Yuca Frita.
- **Mercado de Masaya, Nicaragua:** Kunsthandwerk, aber auch gutes Street Food (Vigorón, Quesillo).
- **Mercado Central, San José:** Sodas, Casado, frische Säfte, günstig.
- **Mercado de Mariscos, Panama-Stadt:** Bester Ceviche Zentralamerikas, frischer Fisch direkt vom Boot.
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## Sicherheit: Street Food genießen ohne Magenschmerzen
Street Food ist köstlich, günstig und authentisch – aber nur, wenn man einige Regeln beachtet:
**1. Frisch und heiß:** Essen, das vor Ihren Augen zubereitet wird (Pupusas auf der Plancha, frittierte Yuca), ist sicher. Vermeiden Sie Speisen, die schon länger stehen.
**2. Viel Betrieb = gutes Zeichen:** Stände mit vielen Einheimischen haben hohen Umsatz → frische Zutaten.
**3. Vorsicht bei rohem Fisch:** Ceviche ist in Küstennähe (Panama-Stadt, Bocas, Roatán) unbedenklich. Im Hochland oder weit entfernt vom Meer? Besser Vorsicht.
**4. Trinkwasser:** In Flaschen kaufen oder filtern. Eiswürfel nur, wenn Sie sicher sind, dass sie aus sauberem Wasser stammen.
**5. Früchte und Gemüse:** Wenn Sie es selbst schälen können (Bananen, Mangos), kein Problem. Bei vorgeschnittenem Obst: vorsichtig.
**6. Bauchgefühl:** Wenn ein Stand schmutzig aussieht oder Essen ungekühlt in der Sonne liegt – überspringen.
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## Vegetarisch & vegan in Zentralamerika
Traditionell ist Zentralamerikas Küche fleischlastig. Doch die Basis – Bohnen, Reis, Mais, Kochbananen, Avocado – ist pflanzlich. Mit ein paar Anpassungen kommt man gut zurecht.
**Vegetarisch freundlich:**
- **Pupusas de queso** (nur Käse, ohne Schweinefleisch)
- **Gallo Pinto** (vegan, wenn ohne Sauerrahm)
- **Casado** (vegetarische Version in Sodas verfügbar)
- **Tamales** (vegetarische Varianten erhältlich, nachfragen)
- **Ceviche de Champiñones** (Pilz-Ceviche, in Panama verbreitet)
**Veganer haben es schwerer:** Viele Gerichte enthalten Schmalz (Schweinefett), Sauerrahm oder Käse. In touristischen Orten (Antigua, San José, Panama-Stadt, Monteverde) gibt es vegane Restaurants. In ländlichen Regionen: **Arroz, frijoles y plátanos** (Reis, Bohnen, Kochbananen) bestellen – meist vegan.
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-Workshops und kulinarische Touren
Wer tiefer eintauchen möchte:
- **Guatemala:** **Antigua Cooking School**, Maya-Kochkurs in **San Juan La Laguna** (Atitlán).
- **El Salvador:** Pupusa-Workshop in Juayúa (über lokale Pupuserías organisierbar).
- **Nicaragua:** Koch-Workshop in **Granada** (z. B. **Manna Catering**).
- **Costa Rica:** Tortilla-Workshop und Casado-Zubereitung in **La Fortuna**.
- **Panama:** Ceviche-Workshop in **Panama-Stadt** (z. B. **Donde José**).
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Mit MangoTangoTravel durch Zentralamerikas Küchen
MangoTangoTravel plant nicht nur Routen, sondern auch kulinarische Erlebnisse. Das bedeutet: Pupuserías in El Salvador, die seit Generationen von derselben Familie geführt werden. Garífuna-Köchinnen in Honduras, die Hudut über offenem Feuer zubereiten. Märkte in Guatemala, begleitet von Guides, die erklären, welche Früchte, Gewürze und Zutaten verwendet werden. Kaffeefincas, Kakaoplantagen, Rum-Destillerien.
Ein typischer **kulinarischer Baustein** könnte so aussehen:
- **Guatemala:** Kochkurs in Antigua, Besuch des Chichicastenango-Markts, Kakao-Workshop.
- **El Salvador:** Pupusa-Tour in Juayúa, Kaffeefinca-Besuch, Street Food in San Salvador.
- **Nicaragua:** Granada-Markt, Vigorón-Verkostung, Rum-Destillerie Flor de Caña.
- **Panama:** Ceviche-Workshop in Panama-Stadt, Besuch des Mercado de Mariscos, Geisha-Kaffee in Boquete.
Keine touristischen Fallen, sondern echte Begegnungen mit Menschen, die kochen, anbauen, destillieren.
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Praktische Infos auf einen Blick
- **Budget:** Street Food 1–3 USD pro Mahlzeit, Sodas/Comedores 3–6 USD, gehobene Restaurants 10–25 USD.
- **Allergien/Unverträglichkeiten:** Gluten schwierig (Mais ist glutenfrei, aber Weizen verbreitet). Laktose: in vielen Gerichten Käse/Sauerrahm, aber weglassbar.
- **Beste kulinarische Reisezeit:** Ganzjährig möglich, aber Märkte am lebendigsten während Trockenzeit (November–April).
- **Wasser:** Immer Flaschen kaufen oder Filter nutzen.
- **Trinkgeld:** 10% in Restaurants üblich (manchmal schon in Rechnung), Street Food kein Trinkgeld.
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